Mittwoch, 22.02.2012
SUCHE:

IN KOOPERATION MIT:
gesund durch ... - Informationen zur Gesundheit Felix Burda Stiftung
MITGLIED IM:
netzwerk gegen darmkrebs

Darmkrebs: Zahl der Todesfälle bis 2015 senken

Schauspielerin Annette Frier wirbt für die Vorsorgedarmspiegelung.

Schauspielerin Annette Frier wirbt für die Darmkrebsvorsorge. (Plakat: Felix Burda Stiftung)
Nur etwa drei Prozent der Deutschen, die einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, nutzen jährlich die Vorsorgedarmspiegelung (Koloskopie) zur Krebsfrüherkennung. Eigentlich verwunderlich, denn Studien belegen, dass sie das Gesamtrisiko für bösartigen Dickdarmkrebs um 77 Prozent senken kann. Die Felix Burda Stiftung wirbt im Darmkrebsmonat März dafür, dass dieses Angebot besser genutzt wird.

Die Felix Burda Stiftung wurde im Jahr 2001 von Dr. Christa Maar und dem Verleger Dr. Hubert Burda gegründet. Sie trägt den Namen ihres gemeinsamen Sohnes, der an Darmkrebs verstorben ist. In den zehn Jahren ihres Bestehens zählt die Stiftung vor allem die Einführung der gesetzlichen Vorsorgekoloskopie im Oktober 2002 zu ihren Erfolgen. Im gleichen Jahr erklärte sie den März zum Darmkrebsmonat und rückt das Thema Vorsorge seitdem mithilfe von regionalen Aktionsveranstaltungen und prominenten Unterstützern immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit. In diesem Jahr ist die Schauspielerin Annette Frier (alias TV-Anwältin Danni Lowinski) das neue Gesicht der Stiftungskampagne.

Fast 100.000 Krebsfälle verhindert

Langfristiges Ziel der Stiftung ist es, die Darmkrebs-Todeszahlen in Deutschland von derzeit jährlich gut 27.200 auf unter 15.000 im Jahr 2015 zu senken. Dafür müssen noch deutlich mehr Menschen zur Vorsorgedarmspiegelung gehen als bisher.

Dass sie ein wirksames Mittel zur Senkung der Krebsrate ist, hat der Heidelberger Krebsforscher Professor Hermann Brenner in Studien bereits nachgewiesen. Am Deutschen Krebsforschungszentrum analysiert er den Nutzen von Früherkennungsmethoden bei Darmkrebs schon seit Langem. 2010 hatten Brenner und sein Team nach acht Jahren gesetzlicher Vorsorgedarmspiegelung erstmals Bilanz gezogen. Das Ergebnis ihrer Hochrechnung: Fast 100.000 Krebsfälle wurden in diesem Zeitraum verhindert. Weitere knapp 50.000 Fälle von Darmkrebs seien in einem frühen und damit gut heilbaren Stadium erkannt worden.

Das Krebsrisiko sinkt deutlich

Anfang 2011 veröffentlichte Professor Brenner die Ergebnisse einer Auswertung darüber, wie sehr die Darmspiegelung nicht nur das Krebsrisiko im linken (absteigenden) Teil des Dickdarms, sondern auch im rechten Teil senken kann. Auch dieses Urteil fiel positiv für die Koloskopie aus: Im linken Teil, indem häufiger und prominenter hervortretende Polypen wachsen, senkt die Vorsorge das Krebsrisiko den Angaben zufolge um 84 Prozent. Im rechten Teil, in dem Polypen seltener und flacher (also auch schlechter einsehbar) wachsen, sinkt das Risiko immerhin noch um 56 Prozent. Das bedeutet: Wer die Vorsorgeuntersuchung nutzt, hat laut Analyse ein um circa 77 Prozent geringeres Gesamtrisiko als jene, die sie nicht nutzen.

Damit die Früherkennungsuntersuchung besser angenommen wird, plädiert die Felix Burda Stiftung für ein Einladungsverfahren nach Vorbild des Mammografiescreenings.


Autor(en): Susanne Richter-Polig

Quelle(n): Informationen der Felix Burda Stiftung (Stand: 2010); Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg DKFZ (Stand: November 2010 und Januar 2011)

Ein Beitrag vom 25.02.2011

Stichwörter: Darm, Darmentzündung, Darmerkrankung, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Darmkrebs, Darmpolyp, Dünndarm, Dickdarm,



- ANZEIGEN -






Ärzteverzeichnis Darmspiegelung

Gastroenterologen und Proktologen in Ihrer Nähe:

Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen und Bremerhaven Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen

- ANZEIGEN -



Seite drucken

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.


Impressum |  Disclaimer |  Datenschutz |  Über uns |  AGB |  Sitemap |  Presse

Diese Seite wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder
Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.
Der Inhalt von darmspezialisten.de kann und darf nicht verwendet werden,
um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

© 2005-2012 dbp Kommunikation GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.
"Deutschland gegen Darmkrebs" ist eine Initiative der dbp Kommunikation GmbH & Co. KG.
Software-Entwicklung: Sylphen GmbH & Co. KG, Gießen.

Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!