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Die Felix Burda Stiftung wurde im Jahr 2001 von Dr. Christa Maar und dem Verleger Dr. Hubert Burda gegründet. Sie trägt den Namen ihres gemeinsamen Sohnes, der an Darmkrebs verstorben ist. In den zehn Jahren ihres Bestehens zählt die Stiftung vor allem die Einführung der gesetzlichen Vorsorgekoloskopie im Oktober 2002 zu ihren Erfolgen. Im gleichen Jahr erklärte sie den März zum Darmkrebsmonat und rückt das Thema Vorsorge seitdem mithilfe von regionalen Aktionsveranstaltungen und prominenten Unterstützern immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit. In diesem Jahr ist die Schauspielerin Annette Frier (alias TV-Anwältin Danni Lowinski) das neue Gesicht der Stiftungskampagne.
Fast 100.000 Krebsfälle verhindert
Langfristiges Ziel der Stiftung ist es, die Darmkrebs-Todeszahlen in Deutschland von derzeit jährlich gut 27.200 auf unter 15.000 im Jahr 2015 zu senken. Dafür müssen noch deutlich mehr Menschen zur Vorsorgedarmspiegelung gehen als bisher.
Dass sie ein wirksames Mittel zur Senkung der Krebsrate ist, hat der Heidelberger Krebsforscher Professor Hermann Brenner in Studien bereits nachgewiesen. Am Deutschen Krebsforschungszentrum analysiert er den Nutzen von Früherkennungsmethoden bei Darmkrebs schon seit Langem. 2010 hatten Brenner und sein Team nach acht Jahren gesetzlicher Vorsorgedarmspiegelung erstmals Bilanz gezogen. Das Ergebnis ihrer Hochrechnung: Fast 100.000 Krebsfälle wurden in diesem Zeitraum verhindert. Weitere knapp 50.000 Fälle von Darmkrebs seien in einem frühen und damit gut heilbaren Stadium erkannt worden.
Das Krebsrisiko sinkt deutlich
Anfang 2011 veröffentlichte Professor Brenner die Ergebnisse einer Auswertung darüber, wie sehr die Darmspiegelung nicht nur das Krebsrisiko im linken (absteigenden) Teil des Dickdarms, sondern auch im rechten Teil senken kann. Auch dieses Urteil fiel positiv für die Koloskopie aus: Im linken Teil, indem häufiger und prominenter hervortretende Polypen wachsen, senkt die Vorsorge das Krebsrisiko den Angaben zufolge um 84 Prozent. Im rechten Teil, in dem Polypen seltener und flacher (also auch schlechter einsehbar) wachsen, sinkt das Risiko immerhin noch um 56 Prozent. Das bedeutet: Wer die Vorsorgeuntersuchung nutzt, hat laut Analyse ein um circa 77 Prozent geringeres Gesamtrisiko als jene, die sie nicht nutzen.
Damit die Früherkennungsuntersuchung besser angenommen wird, plädiert die Felix Burda Stiftung für ein Einladungsverfahren nach Vorbild des Mammografiescreenings.
| Autor(en): | Susanne Richter-Polig |
Quelle(n): Informationen der Felix Burda Stiftung (Stand: 2010); Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg DKFZ (Stand: November 2010 und Januar 2011)
Ein Beitrag vom 25.02.2011
Stichwörter: Darm, Darmentzündung, Darmerkrankung, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Darmkrebs, Darmpolyp, Dünndarm, Dickdarm,
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Diese Seite wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.
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