Welche Nebenwirkungen kann die Strahlentherapie bei Darmkrebs
haben?
Meist werden die Bestrahlungen gut vertragen. Trotz einer sehr präzisen Bestrahlungsplanung
können manchmal jedoch unangenehme Nebenwirkungen, vereinzelt z.B. Durchfälle oder Blasen- und
Hautreaktionen auftreten. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel vorübergehend, einzelne
Nebenwirkungen können jedoch gelegentlich auch langfristig bestehen bleiben. Hier spielen auch
individuelle Faktoren eine Rolle, so können Patienten unterschiedlich auf die gleiche Bestrahlung
reagieren. Die Wahrscheinlichkeit sowie der mögliche Umfang für Nebenwirkungen muss in einem
ausführlichen Beratungsgespräch durch den Strahlentherapeuten mit dem Patienten individuell
abgeschätzt und besprochen werden. Als allgemeine Reaktion des Körpers auf die Strahlentherapie ist
bei vielen Patienten auch eine Müdigkeit und Abgespanntheit zu beobachten. Hier hilft es, wenn es
dem Patienten möglich ist, sich viel zu bewegen (z.B. lange Spaziergänge), da Bewegung das Gefühl
der Abgespanntheit günstig beeinflussen kann.
Wird die Strahlentherapie durch Forschung begleitet?
Die Strahlentherapie wird seit Jahrzehnten konsequent durch wissenschaftliche Forschung
begleitet. Das gilt insbesondere auch für die Therapie des Darmkrebses. So werden nicht nur
Behandlungsabläufe in klinischen Studien optimiert, sondern auch die kontinuierliche Entwicklung
neuer Techniken vorangetrieben. Ob ein Patient nach einer bestimmten Studie behandelt werden kann
oder sollte, hängt von vielen Faktoren ab (z.B. Krankheitsfortschritt, weitere Erkrankungen).
Hierzu dient ebenfalls ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt.
Prof. Dr. med. Frank Rose
Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie des
Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg
Anmerkung der Redaktion: Die Verfasser von Gastbeiträgen erhalten keine finanziellen
Zuwendungen.
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| Autor(en): |
Prof. Dr. med. Frank Rose
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Ein Beitrag vom 20.01.2010
Stichwörter:
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