Empfohlenes Früherkennungsprogramm für Risikopatienten, Quelle: www.hnpcc.de/ patientenbroschuere.htm
Deshalb haben Menschen, bei denen Darmkrebs oder Darmpolypen in der Familie vorgekommen sind, ein
sehr viel höheres Erkrankungsrisiko. Es gibt zwei Hauptformen von erblichem Darmkrebs. Diese machen
zwischen 5 und 10% der Darmkrebsfälle aus:
Das
HNPCC (englisch: Hereditary Non-Polyposis Colorectal
Cancer) ist für den Großteil der familiären Darmkrebsfälle verantwortlich. Das mittlere Alter bei
der Diagnosestellung liegt bei 45 Jahren. Ist ein Elternteil erkrankt, so beträgt das Risiko der
Kinder, ebenfalls zu erkranken, zwischen 40 und 50%.
Bei der
FAP (Familiäre adenomatöse Polyposis) kommt es zur
Überwucherung des Darms mit Darmpolypen. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt hier bei 100%. Man
nimmt an, dass ca. 1% der Darmkrebspatienten davon betroffen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die
Krankheit weitervererbt wird, liegt bei ungefähr 50%.
Menschen mit einer familiären Disposition sollten in jedem Fall, unabhängig vom Alter, eine
Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen!
Quelle(n): u.a. Verbundprojekt der deutschen Krebshilfe "Familiärer Darmkrebs", Felix Burda Stiftung
Ein Beitrag vom 18.02.2011
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