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Die Darmspiegelung (Koloskopie)

Bei vermuteten Erkrankungen des Enddarms, des Dickdarms oder des Endteils des Dünndarms (Ileum) können diese Organe durch eine Darmspiegelung (Koloskopie) sehr genau untersucht werden.
Durchführung der Darmspiegelung (Koloskopie)
Es wird ein biegsamer Schlauch (Koloskop) über den After durch den Dickdarm bis zum Ende des Dünndarms vorgeschoben. Dabei wird die Schleimhaut des gesamten Dickdarms und des Dünndarmendes beurteilt. Bei Auffälligkeiten werden Gewebeproben mit einer kleinen Zange, die über einen Kanal des Koloskops durchgeschoben wird, entnommen. Dies ist schmerzlos. Die dabei auftretende Miniblutung ist harmlos und hört nach wenigen Minuten auf. Die Gewebeproben werden einem Facharzt für Pathologie zugeschickt. Er beurteilt die Gewebeproben und sendet ein Gutachten an den koloskopierenden Arzt und an den Hausarzt des Patienten.

Bei Bedarf können auch kleine Eingriffe vorgenommen werden: Polypen (pilzförmige Schleimhautwucherungen) können mit einer Elektroschlinge abgetragen werden, blutende Gefäße können unterspritzt oder koaguliert (Gerinnungsprozess) werden.

Sie erhalten vor der Untersuchung von uns eine Spritze, die sie schläfrig macht und eventuell auftretende Schmerzen unterdrückt. Das hat zur Folge, dass Sie an diesem Tag fahruntüchtig sind und von uns arbeitsunfähig geschrieben werden.

Nebenwirkungen

Durch die eingeblasene Luft kommt es zu Blähungen, das Vorschieben des Geräts kann schmerzhaft sein, bei Probeentnahmen oder Polypenentfernung kann es zu Blutungen kommen, sehr selten kann (bei bestimmten Darmveränderungen) die Darmwand einreißen, es kann zu Blutdruckschwankungen oder Herzrhythmusstörungen kommen, es kann zur Einschwemmung von Darmbakterien in die Blutbahn kommen: Patienten mit Herzklappenfehlern oder künstlichen Herzklappen müssen deshalb vor der Untersuchung mit bestimmten Antibiotika geschützt werden. Die genannten Nebenwirkungen sind jedoch sehr selten.

Vorbereitung
Um die Untersuchung durchführen zu können, ist es notwendig, dass der Darm "blitzsauber" ist. Dazu können Sie beitragen, indem Sie in der Woche vor der Untersuchung täglich eine Flasche Wasser zusätzlich zu Ihrer sonstigen Flüssigkeitsmenge trinken. Das gilt nicht für Patienten mit Herzleistungsschwäche!

Zwei Tage vor der Untersuchung nehmen Sie nur noch leichte Kost (z.B. Reis, Kartoffeln, helles Brot) zu sich, Schwerverdauliches (z.B. Hülsenfrüchte, Kohl, Pilze, Vollkornbrot) ist zu meiden. Am Tag vor der Untersuchung darf ebenfalls noch leichte Kost gegessen werden. Am Nachmittag vor der Untersuchung beginnt die Darmreinigung durch Trinken einer Spüllösung und Einnahme eines Abführmittels. Am Untersuchungstag wird ca. fünf Stunden vor der Untersuchung noch einmal eine kleine Menge der Spüllösung eingenommen. Ebenfalls ca. fünf Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie noch eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen. Eine detaillierte Anweisung zu den Abführmaßnahmen vor der Darmspiegelung erhalten Sie von unserer Praxis oder Ihrem Hausarzt.

Zur sicheren Durchführung der Darmspiegelung ist es notwendig, dass Sie uns alle Ihre Medikamente nennen können. Bringen Sie bitte Ihre Medikamentenkarte mit! Fragen Sie uns oder Ihren Hausarzt zur Einnahme lebenswichtiger Medikamente wie Insulin, Marcumar, Digitalispräparate, Hochdruck- oder Herzrhythmusmedikamente.

Vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie!

Links zum Thema


Autor(en): Internistische Gemeinschaftspraxis Dr. Thomas Schäfer & Dr. Lars Albrecht
Internist - Gastroenterologische Diagnostik
Internist - Diabetologie

Ein Beitrag vom 09.12.2010

Stichwörter: Darmspiegelung, Koloskopie, Dr. Schäfer Kelkheim, Darmreinigung,



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Diese Seite wurde zuletzt am 01.05.2012 aktualisiert.

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