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Darmkrebs ist vermeidbar - Gehen Sie zur Vorsorge-Darmspiegelung

In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 72.000 Menschen an Darmkrebs, etwa 27.000 Menschen sterben im Laufe der anschließenden Jahre daran.
Insgesamt erkranken im Laufe des Lebens in Deutschland sechs von hundert Menschen an Darmkrebs - bei familiärer Belastung bis zu zehn von hundert. Es gibt hierbei keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern. In der Häufigkeit rangiert Darmkrebs bei beiden Geschlechtern an zweiter Stelle. Zusammengenommen ist Darmkrebs die häufigste Krebsform in Deutschland. Diese Zahlen sind um so erschreckender, da Darmkrebs – im Gegensatz etwa zum Lungenkrebs – durch Früherkennung nahezu komplett verhindert bzw. bei rechtzeitiger Diagnosestellung auch geheilt werden kann. Zur Zeit liegt die Zahl der Darmkrebsvorsorgeberechtigten welche die Untersuchung wahrnehmen bei ca. leider nur 3% pro Jahr!!!

Aus der langjährigen Erfahrung und Forschung mit Darmkrebs können wir heute eindeutige Risikofaktoren aufzählen, welches das Risiko für Darmkrebs erhöhen:
  • Familiäres Risiko
  • Alter über 50
  • Zustand nach chronisch entzündlicher Darmerkrankung
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Adipositas
  • Reichlicher Genuss von (rotem) Fleisch
  • Bewegungsmangel
  • Zustand nach bereits abgetragenen Darmpolypen.

Anmeldung zur Koloskopie: Gesundheitsbewusste Patienten über 55 Jahre oder Patienten mit Zustand nach Darmblutung oder familiärer Darmerkrankung melden sich entweder direkt oder via Überweisung durch den Hausarzt in unserer Praxis an, nach einer Blutentnahme mit Bestimmung der Blutgerinnung (unbedingt notwendig vor Polypentfernung) findet ein Aufklärungsgespräch mit dem Arzt über mögliche Komplikationen, Vorerkrankungen und Medikation statt. Dann erfolgt erst die endgültige Terminvereinbarung; in der Regel ist eine Untersuchung in Sedoanalgesie (entspannte Beruhigung) erwünscht, dies bedeutet die Heimfahrt durch eine Begleitperson.

Mögliche Komplikationen: Als seltene Komplikation kommt es etwa bei 1.000 Polypektomien (Abtragungen von Darmpolypen) einmal zu einer Blutung, bei älteren Patienten über 70 Jahren finden sich häufig Sigmadivertikel, die zu Hause oder auch bei der Untersuchung nach Luftinsufflation perforieren (platzen) können, dies geschieht in einer statistischen Häufigkeit von einer Perforation bei 5.000 Koloskopien.

Die Diagnose einer bösartigen Darmerkrankung bedeutet in der Regel weitere Untersuchungen (Labordiagnostik, Oberbauchsonographie, CT Abdomen, Röntgen Thorax, etc.) und die Einweisung in das mit uns zusammenarbeitende zertifizierte Darmzentrum Speyer (www.speyer.de/de/gesundheit/darm am Diakonissen Krankenhaus).


Autor(en): Praxis Dr. med. Rainer Westphal
Facharzt für Innere Medizin

Ein Beitrag vom 11.03.2011

Stichwörter: Darmspiegelung, Koloskopie, Darmkrebsvorsorge, Dr. Westphal Germersheim,



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Diese Seite wurde zuletzt am 01.05.2012 aktualisiert.

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