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Die Entstehung von chronisch entzündlichen Dickdarmerkrankungen ist noch ungeklärt, diskutiert
werden u. a. auch Umwelteinflüsse aber auch psychische Konfliktsituationen. Es gibt im Wesentlichen
zwei Hauptgruppen. Zum einen die Colitis ulcerosa, die hauptsächlich im unteren Dickdarmbereich,
also Sigma und Rektum auftritt. Die Entzündung ist hier auf die Dickdarmschleimhaut begrenzt. Zu
Schmerzen kommt es meist im linken Unterbauch. Zum anderen der Morbus Crohn, der oft am Übergang
vom Dünndarm zum Dickdarm, also in der Blinddarmregion auftritt. Die Entzündung betrifft hier die
gesamte Darmwand und kann auch auf Nachbarorgane wie z. B. die Gebärmutter, Harnblase oder andere
Darmschlingen übergreifen. Der Morbus Crohn kann auch zu Fisteln am After führen. Schmerzen treten
meist im rechten Unterbauch auf.
Bei beiden entzündlichen Erkrankungen kommt es zu starken Durchfällen (bis zu 20 Entleerungen
täglich) Blut- und Schleimabgängen aus dem After, auch unabhängig vom Stuhlgang sowie zu starken
Bauchschmerzen.
Bei Patienten mit einer colitis Ulcerosa kann auch das Darmkrebsrisiko erhöht sein.
Therapie:
Bevor man eine Therapie ansetzt ist es notwendig, das genaue Ausmaß der Entzündung zu
bestimmen. Dies geschieht durch eine Darmspiegelung.
Ist die Entzündung auf den unteren Dickdarm beschränkt, also Sigma und Rektum, so genügen oft
Zäpfchen oder Einläufe. Sind höher gelegene Dickdarmanschnitte betroffen, ist die Einnahme von
Tabletten notwendig. Bei Komplikationen wie Abszessen oder Darmverengungen muss man operieren.
| Autor(en): | Dr. med. Volker Mork |
Ein Beitrag vom 29.03.2010
Stichwörter: Colitis ulcerosa, Chronisch entzündliche Dickdarmerkrankung, Morbus Crohn, Darmspiegelung,
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Diese Seite wurde zuletzt am 01.05.2012 aktualisiert.
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