Adenom
Ein Adenom ist eine gutartige Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe und kann generell
jedes Organ betreffen. Adenome des Margen-Darm-Traktes werden bei einer Darmspiegelung entfernt.
Bei der anschließenden mikroskopischen Untersuchung kann man erkennen, ob daraus Krebs hätte
entstehen können.
Biopsie
Entnahme von Gewebeproben (z.B. bei einer Darmspiegelung). Das entnommene Gewebematerial wird
anschließend mikroskopisch untersucht. Dabei kann man bspw. krankhafte Veränderungen feststellen.
Chemotherapie
Medikamentöse Behandlung einer Krebserkrankung. Dabei werden Zellgifte verabreicht,
die vor allem das Zellwachstum und die Zellteilung hemmen sollen. Auch gesunde Zellen werden dabei
geschädigt.
Endoskop
Hohlorganspiegel. Überbegriff für Instrumente zur Spiegelung eines Hohlorgans. Zu den
Endoskopen gehören z.B. das Koloskop (Darmspiegel), das Rektoskop (Mastdarmspiegel), das Gastroskop
(Magenspiegel), das Bronchoskop (Spiegel der Luftwege) oder das Zystoskop (Blasenspiegel).
Gastroenterologe
Ein Gastroenterologe ist ein Facharzt für Innere Medizin, welcher sich auf die
Erkrankungen der Verdauungsorgane spezialisiert hat. Die Gastroenterologie befasst sich mit der
Diagnose und der medikamentösen Behandlung von Krankheiten der Speiseröhre, des Magens, des
Dünndarms, des Dickdarms sowie der Bauchspeicheldrüse, des Gallenwegsystems und der Leber.
Immunsystem
Körpereigenes Abwehrsystem zur Bekämpfung von Krankheitserregern und anderartig
fremden Strukturen, auch Krebszellen. Das Immunsystem ist für die Immunreaktion zuständig, einem
sehr komplexen biochemischen Ablauf, bei dem Immunzellen, Antikörper und Botenstoffe beteiligt
sind.
Karzinom
Maligner (bösartiger) Tumor, der an Schleimhäuten, an der Haut oder in Drüsen
entsteht.
Kassenärztliche Vereinigung (KV)
Die 17 KVen in Deutschland sind vom Gesetzgeber beauftragt, die ambulante
medizinische Versorgung sicher zu stellen ("Sicherstellungsauftrag"). Die KVen vergeben unter
anderem die Genehmigung zur Durchführung der Vorsorgedarmspiegelung. Um diese zu bekommen, müssen
Ärzte strenge Qualitätsstandards vorweisen. Entsprechende fachärzte finden Sie in unserer
Suchfunktion.
Koloskop
Darmspiegel. Instrument zur Darmspiegelung (Koloskopie). Dünnes, flexibles
Schlauchsystem, welches mit einer hochempfindlichen Videokamera ausgerüstet ist.
Koloskopie
Darmspiegelung, endoskopische Untersuchung des Dick- und Mastdarms. Das bei der
Koloskopie verwendete Instrument heißt Koloskop (Darmspiegel). Schon während dieser Untersuchung
können Krebsvorstufen (Polypen) entdeckt und auf schonende Weise beseitigt werden. Bei
unauffälligem Befund dauert eine Darmspiegelung ca. 20 Minuten.
Koloproktologe
Koloproktologen befassen sich überwiegend mit Erkrankungen des Dickdarms, des
Enddarms, des Beckenbodens sowie des Anus. Es handelt sich um eine Querschnittsdisziplin aus
Chirurgie, Innerer Medizin und Dermatologie.
Lymphsystem
Ein Netz von Lymphbahnen, das durch den gesamten Körper zieht und in der die Lymphe
(Lymphflüssigkeit) zirkuliert. Im Lymphsystem werden Nährstoffe für Zellen und Gewebe
transportiert. Ebenfalls gelangen so Lymphozythen (wichtige Immunzellen) durch den Körper. In den
Lympathischen Organen (Lymphknoten) wird die Lymphe auf Krankheitserreger und Fremdstoffe
kontrolliert.
Metastasen
Tumorabsiedelungen, Tochtergeschwülste. Von bösartigen Tumoren können sich Zellen
abtrennen und gelangen über die Blut- oder Lymphbahn in andere Organe, dort bilden sie eine
Absiedelung, eine Metastase.
Polyp
Schleimhautwucherung in Hohlorganen (z.B. Darm, Magen, Blase, Nasen-Rachenraum).
Polypen können unterschiedlich wachsen: gestielt, breitbasig oder talliert. Darmpolypen können zu
Darmkrebs entarten.
Polypektomie
Fachwort für die Entfernung von Polypen. Die Polypektomie am Darm erfolgt während
einer Darmspiegelung (Koloskopie) mittels kleiner Instrumente (Schlinge/Zange), die durch den
Arbeitskanal des Koloskops vorgeschoben werden. Eine Polypektomie verläuft in der Regel
schmerzfrei.
Rezidiv
Rückfall. Wiederauftreten einer Erkrankung, z.B. einer Infektion oder eines Tumors
nach zuerst erfolgreicher Behandlung. Von einem Spätrezidiv spricht man, wenn der Tumor nach
längerer Zeit, d.h. nach fünf oder mehr Jahren erneut auftritt.
Tumor
Eine Geschwulst oder Schwellung im Zusammenhang mit einer Gewebeveränderung.
Bösartige Tumoren bezeichnet man als Krebs.
Zytostatika
Chemische Stoffe, die im Rahmen der Chemotherapie bei der Behandlung von Krebs eingesetzt
werden. Sie hemmen die Zellteilung und somit das Zellwachstum. Es werden jedoch auch gesunde Zellen
in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb ist Haarausfall eine typische Begleiterscheinung dieser
Therapie.
Quelle(n): u.a. Felix Burda Stiftung
Ein Beitrag vom 29.01.2010
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Thema Darmkrebs,