Über sämtliche Reformhäuser in Deutschland, über Arztpraxen, Gesundheitsämter und Apotheken werden
knapp eine Million Informationsbroschüren zum Thema Darmkrebsvorsorge an interessierte Bürger
verteilt. Ziel der Initiative ist es, durch die Bereitstellung von sachlichen und verständlichen
Informationen auf die Vermeidbarkeit von Darmkrebs hinzuweisen und die Vorsorgebereitschaft in der
Bevölkerung zu erhöhen. Eine Vorabberatung erhält man unter anderem bei Hausärzten, Frauenärzten
und Urologen. Zudem kann man in allen Apotheken Informationen zur Darmkrebsvorsorge mittels
Stuhltests erhalten und die Fachberater in den Reformhäusern geben wichtige Tipps zu einer
darmgesunden Ernährung.
Die Darmspiegelung ist das beste und sicherste
Vorsorgeinstrument
Das beste und sicherste Vorsorgeinstrument ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Sie
ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig Therapiemöglichkeiten,
wie zum Beispiel das Abtragen von Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) oder die
Entnahme von Gewebeproben. Bei dieser risikoarmen Untersuchung wird der leere Darm mit einem
dünnen, flexiblen Schlauchsystem, welches mit einer hochempfindlichen Videokamera ausgerüstet ist,
untersucht. Eine Darmspiegelung dauert in der Regel ca. 15 - 20 Minuten und lässt sich im
Allgemeinen schmerzfrei durchführen. Auf Wunsch kann vor der Untersuchung auch eine
Beruhigungsspritze gegeben werden. Die Kosten werden ab dem 56. Lebensjahr von den gesetzlichen
Krankenkassen übernommen - in Verdachtsfällen (z.B. einer familiären Vorbelastung) sogar schon vor
dem 56. Lebensjahr.
Bundesweit größtes Verzeichnis von Fachärzten unter
www.darmspezialisten.de
Eine Vorsorgedarmspiegelung darf nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden, die jährlich
mindestens 200 solcher Untersuchungen nachweisen können. Unter www.darmspezialisten.de finden
vorsorgeinteressierte Bürger neben wichtigen Informationen rund um das Thema Darmkrebs ein
bundesweites Verzeichnis solcher Fachärzte. Es gibt ca. 2.400 Ärzte in Deutschland, die eine
Genehmigung zur Durchführung der Vorsorgedarmspiegelung besitzen. Neu an der Seite
www.darmspezialisten.de ist insbesondere die Landkreissuche. Jetzt können sich Patienten ganz
bequem alle Ärzte in Ihrem Landkreis mit der Genehmigung zur Durchführung der
Vorsorgedarmspiegelung anzeigen lassen. Insbesondere für strukturschwache Gebiete eine echte
Innovation. Auch die Telefonnummer ist angegeben, so dass ein direkter Termin vereinbart werden
kann. In den Bundesländern Berlin, Bremen und Hamburg sind die Darm-Experten sogar den einzelnen
Stadtbezirken zugeordnet.
Darmkrebs ist in Deutschland nach wie vor die häufigste Krebstodesursache, obwohl Darmkrebs
durch eine gezielte Vorsorge verhindert werden kann. Zwar ist die öffentliche Aufmerksamkeit für
die Bedeutung einer effizienten Früherkennung von Darmkrebs in den vergangenen Jahren gestiegen,
macht Projektleiter Felix Rotaru deutlich, allerdings sind weitere Anstrengungen notwendig, um
nachhaltige Erfolge zu erreichen. Das Ziel der vernetzten Arbeit sei mittelfristig die Halbierung
der Neuerkrankungen an Darmkrebs. „Die ersten Schritte sind getan“, betont Rotaru. Doch vom Ziel
sei man noch weit entfernt!
Jährlich erkranken bundesweit immer noch über 73.000 Menschen an
Darmkrebs, fast 28.000 sterben daran.
Kontakt: Deutschland gegen Darmkrebs
Felix Rotaru (Projektleitung)
dbp Kommunikation GmbH & Co. KG
Europastr. 3
35394 Gießen
Tel: 0641. 9488 - 6489
Fax: 0641. 9488 - 6499
Mail: f.rotaru@dbp-gruppe.de
Quelle(n): Pressemitteilung der Aktion Deutschland gegen Darmkrebs
Ein Beitrag vom 24.02.2011
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