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„Wenn es um Darmkrebs geht, hört bei mir der Spaß auf“ – verkünden die vier Comedians passend zum diesjährigen Darmkrebsmonat (März). Die in München ansässige Felix Burda Stiftung, die den Darmkrebsmonat 2002 ins Leben gerufen hat, möchte mithilfe der prominenten Gesichter mehr Menschen dazu bewegen, zur Früherkennung zu gehen.
Aktuelle Studie belegt den Nutzen
Dass die Darmspiegelung tatsächlich ein effektives Mittel zum Schutz vor Darmkrebs ist, belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.
DKFZ-Wissenschaftler um Professor Hermann Brenner haben dafür die Untersuchungsergebnisse von rund 3300 Probanden aus dem Saarland analysiert, die an der Darmspiegelung (Koloskopie) im Rahmen des gesetzlichen Vorsorgeprogramms (Screening) teilgenommen hatten. Die Teilnehmer wurden gefragt, ob sie sich bereits in den zehn Jahren vor der jetzigen Screening-Untersuchung einer Darmspiegelung unterzogen hatten.
Das Ergebnis: Bei denjenigen, die untersucht worden sind, wurden deutlich seltener fortgeschrittene Krebsvorstufen gefunden als bei jenen, die noch nie eine Darmspiegelung hatten machen lassen. Das Verhältnis betrug 6,1 zu 11,4 Prozent.
Aus Sicht des Forschungszentrums belegt die Studie damit den Nutzen der Darmspiegelung als Instrument zur Verhütung von Darmkrebs.
„Zuverlässigste Methode, die wir haben“
„Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode, die wir haben. Man entdeckt dabei bereits die Krebsvorstufen (Darmpolypen), die man in der gleichen Sitzung auch entfernen kann“, erläutert Professor Brenner.
Circa 73.000 Deutsche erhalten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Jahr für Jahr die Diagnose Darmkrebs, etwa 27.000 sterben jährlich daran.
Dabei sind die Heilungschancen sehr hoch, wenn die Erkrankung in einem frühen Stadium bereits erkannt wird. Professor Brenner spricht in diesem Fall von einer Heilungsquote von fast 90 Prozent.
Dennoch scheuen viele den Gang zum Darmspezialisten, um ihre Darmwand kontrollieren zu lassen. „Unangenehm ist dabei weniger die Spiegelung selber, sondern das Abführen am Tag davor“, sagt Professor Brenner. Allerdings lasse sich an der Tatsache, dass der Darm leer sein muss, damit der Arzt ihn ausreichend einsehen kann, leider nichts ändern.
Tipp: Darmspezialisten in Ihrer Nähe finden Sie im Internet unter www.darmspezialisten.de
| Autor(en): | Susanne Polig |
Ein Beitrag vom 01.03.2010
Stichwörter: Darmkrebs, Krebserkrankungen, Darmpolyp, Vorstufe, Darmspiegelung, Blut im Stuhl, Koloskopie, Karzinom,
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Diese Seite wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.
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