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Die Trinklösung einnehmen
Der Untersuchungstermin liegt idealerweise am Vormittag. Am Tag zuvor sollte der Patient auf kernhaltiges Obst und Gemüse verzichten und eher leichte Speisen wählen. Ab 18 Uhr kann der erste Teil der Trinklösung eingenommen werden, danach darf nichts mehr gegessen werden. Wichtig ist, ausreichend Wasser, klare Säfte oder Tee zu trinken. Der zweite Teil der Trinklösung wird am Morgen danach bis eine Stunde vor der Untersuchung eingenommen. Das Frühstück muss an diesem Tag ausfallen.
Die Darmspiegelung selbst dauert bei unauffälligem Befund etwa 20 Minuten. Wer möchte, kann sich eine Kurzschlafspritze geben lassen. Alle anderen können die Kamerafahrt durch den Darm auf dem Bildschirm mitverfolgen. Zur Untersuchung sollte man eine Begleitperson mitnehmen, denn nach einer Kurzschlafspritze ist man nicht mehr fahrtüchtig.
Das Koloskop selbst hat einen Durchmesser von etwa zehn Millimetern. An seiner Spitze ist eine Kamera angebracht, die Bilder vom Darminneren liefert. Außerdem ist es mit einem Arbeitskanal ausgestattet, durch den bei Bedarf medizinische Instrumente geschoben werden können.
Bevor das Koloskop eingeführt wird, wird etwas Luft in den Darm geblasen, sodass die Darmschleimhaut sich glättet und kleine Polypen nicht etwa in einer Falte verborgen bleiben. Falls der Arzt eine Krebsvorstufe findet, kann er sie mit einer Schlinge noch während der Darmspiegelung entfernen (Polypektomie). Auch die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) ist in der gleichen Sitzung möglich.
Nach Abschluss der Untersuchung gibt es drei Möglichkeiten:
1. Es wurde nichts Auffälliges gefunden . Der Idealfall – jetzt reicht es aus, wenn der Patient nach zehn Jahren zur nächsten Vorsorgedarmspiegelung kommt.
2. Es wurden Polypen (mögliche Krebsvorstufen) entdeckt und entfernt . An diesen Stellen kann sich nun kein Darmkrebs mehr bilden. Die nächste Vorsorgekoloskopie sollte nach drei bis fünf Jahren folgen.
3. Ein Tumor wurde entdeckt . Ob es sich um eine bösartige Form (Darmkrebs) handelt, wird in einer anschließenden Gewebeuntersuchung festgestellt. Bei Patienten, die rechtzeitig zur Vorsorgekoloskopie gehen, wird der sehr langsam wachsende Darmkrebs meist sehr früh entdeckt, sodass die Heilungschancen gut sind.
| Autor(en): | Susanne Richter-Polig |
Quelle(n): Informationen der Felix Burda Stiftung (Stand: 2011)
Ein Beitrag vom 25.02.2011
Stichwörter: Darm, Darmentzündung, Darmerkrankung, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Darmkrebs, Darmpolyp, Dünndarm, Dickdarm,
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Diese Seite wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.
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