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Darmkrebs – Frühes Erkennen – Gute Heilungschancen

Ein Gastbeitrag von Dr. Bernhard Strittmatter, Vorsitzender des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands (BCD)
Rund 71 000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an einem Darmtumor,
rund 29 000 sterben an dieser Krebserkrankung. Oft nur deshalb, weil die Geschwulst nicht rechtzeitig entdeckt wurde. Dabei ist in den meisten Fällen ein Darmtumor beim rechtzeitigen Erkennen gut heilbar.

Logo-BCDDer Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands (BCD) appelliert an die Versicherten, die Früherkennungsmöglichkeiten regelmäßig wahrzunehmen, um den Darmkrebs zu verhindern. Ab 55 Jahren kann jeder gesetzlich Versicherte eine Vorsorgekoloskopie durchführen lassen, die er kostenfrei im Abstand von zehn Jahren wiederholen kann. Auch die jährlich von den Kassen bezahlten Hämoccult-Tests, die einfach und schnell gemacht werden können, dienen dem rechtzeitigen Erkennen der Tumore. Bei Risiko-Patienten (z.B. mit einer familiären Darmkrebs-Belastung oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sollte die Untersuchung früher erfolgen. Der Darmkrebs geht fast immer ein gutartige Vorstufe, ein Dickdarm-Polyp, voraus, den man bei der Vorsorge-Koloskopie erkennen und in gleicher Sitzung abtragen kann. Durch diesen ambulanten Eingriff lassen sich ca. 80% der Darmtumoren verhindern. Angst vor der Darmspiegelung ist unbegründet, da sie mit schmerzstillenden Medikamenten kaum Beschwerden bereitet. Diese Untersuchungen dürfen nur von qualifizierten Ärzten mit speziellen Kenntnissen durchgeführt werden, die Hygienestandards werden von unabhängigen Kommissionen zweimal jährlich überprüft.

Seit Einführung der Untersuchung haben sich etwa 2,3 Mio. Versicherte einer Früherkennungs-Koloskopie unterzogen. Die Teilnahmerate der Männer und Frauen im Alter bis zu 74 Jahren beträgt ca. 11,2 % (Männer) bzw. 12,7 % (Frauen).
Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland, 16,3 Prozent aller Krebsarten bei Männern entfallen auf Darmkrebs, 17,4 Prozent bei den Frauen. Ohne Vorsorge ist das Risiko an Darmkrebs zu sterben 6 %. Durch Darmkrebs sterben 5 mal mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle.
Vorbeugen kann man dem Darmkrebs auch mit einer gesunden Lebensführung, mit viel Bewegung und Sport, möglichst Normalgewicht, ballaststoffreicher Ernährung. viel Obst und Hülsenfrüchte.
Am wichtigsten ist aber, dass bereits die Vorstufen  bzw. der Krebs frühzeitig entdeckt wird, denn dann können wir wirklich helfen und der Patient hat die große Chance geheilt zu werden.

Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e. V.
Adressen von Coloproktologen und Kompetenzzentren für Koloproktologie finden sich im Internet unter www.coloproktologen.de.
Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK) www.koloproktologie.org
www.proktologie-freiburg.de
  Foto-Dr.-Strittmatter




Dr. Bernhard Strittmatter
Vorsitzender des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands (BCD)


Anmerkung der Redaktion: Die Verfasser von Gastbeiträgen erhalten keine finanziellen Zuwendungen.


Autor(en): Dr. Bernhard Strittmatter

Ein Beitrag vom 02.02.2010

Stichwörter: Berufsverband der Koloproktologen, BCD, Darmkrebs, Früherkennung,



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Diese Seite wurde zuletzt am 01.02.2012 aktualisiert.

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