Bewegende Gala in Berlin: Felix Burda Award ehrt Helden der Darmkrebsvorsorge

Verleihung des FELIX BURDA AWARDS 2015
Verleihung des FELIX BURDA AWARDS 2015

Fünf wegweisende Projekte und Persönlichkeiten wurden am Sonntag mit dem bekannten deutschen Präventionspreis ausgezeichnet.

Emotional und bewegend gegen Darmkrebs: Am Sonntagabend zeichnete die Felix Burda Stiftung fünf herausragende Projekte und Persönlichkeiten mit dem Felix Burda Award aus. Zum 13. Mal ehrte eine hochkarätige Jury Menschen und Organisationen, die sich im vergangenen Jahr mit originellen, nachhaltigen Ideen und viel persönlichem Engagement für die Darmkrebsvorsorge eingesetzt haben. Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Showbusiness versammelten sich im Hotel Adlon Kempinski Berlin, um die Preisträger zu ehren, neue Kontakte zu knüpfen und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Unter den Gästen in diesem Jahr: Paul Breitner, Verona Pooth, Wolfgang Stumph, Erol Sander, Jochen Schropp, Monika Gruber und Sophia Thomalla. Moderator Vince Ebert führte humorvoll durch die Gala.

180.000 Neuerkrankungen und 80.000 Todesfälle verhindert

„Insbesondere unseren Preisträgern gehört dieser Abend. Denn auch ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die Darmkrebsvorsorge in Deutschland in den zurückliegenden Jahren rund 180.000 Neuerkrankungen und 80.000 Todesfälle von Darmkrebs verhindert hat“, sagte Dr. Christa Maar, Vorsitzende der Felix Burda Stiftung. „Die Vorsorgekoloskopie ist nicht nur effektiv, sie spart dem Gesundheitssystem auch bares Geld, da die Behandlungskosten exorbitant gestiegen sind. Ein gutes Argument für die Vorsorgedarmspiegelung.“

Die Initiative „Rote Hose“ und das Projekt „Das Bier danach“ als „Engagement des Jahres“ ausgezeichnet

Emotionaler Höhepunkt war der Auftritt von Petra Thomas, die im August 2013, mit nur 31 Jahren die Diagnose Enddarmkrebs im vierten Stadium erhielt. Daraufhin gründete sie die Initiative Rote Hose e.V.. Über Printkampagnen, Social Media und virale Marketingaktionen und mit viel persönlichem Engagement klärt die Rote Hose über Darmkrebs und die Bedeutung der Vorsorge auf. Dafür wurde sie mit dem Felix Burda Award in der Kategorie „Engagement des Jahres“ ausgezeichnet. „Sie lässt sich durch ihren Darmkrebs nicht einschüchtern, sondern gibt ihrer Krankheit einen Sinn, indem sie versucht, andere davor zu bewahren“, so Laudatorin Miriam Pielhau, die sich selbst dem Kampf gegen den Brustkrebs stellen musste.

Die bayerische Kabarettistin und Laudatorin Monika Gruber war schwer beeindruckt davon, dass es Männer gibt, die freiwillig zur Vorsorge gehen. Wie man das schafft: Die Preisträger in der Kategorie „Engagement des Jahres“ zeigten es mit der Aktion „Das Bier danach“, initiiert von Dr. Michael Reng aus Goldberg-Klinikum in Kelheim und Georg Schneider. Die Idee des Projekts: Jeder Teilnehmer erhält nach erfolgter Vorsorgekoloskopie eine Flasche alkoholfreies Weißbier zur Rehydrierung. Monika Gruber lobte die Idee: „Der großartige Gedanke hinter dem ,Bier danach‘ war, die Vorsorgemuffel Männer augenzwinkernd auf das Thema Darmkrebsvorsorge zu schubsen und dem Ganzen den Haut-gout des ,Darüber-spricht-man(n)-nicht‘ zu nehmen.“

Die 23 hochkarätigen Jury-Mitglieder wählten aus rund 57 Bewerbungen die Sieger in folgenden Kategorien: Betriebliche Prävention, Beste Präventionsidee, Engagement des Jahres und Medizin & Wissenschaft.

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Quellenangaben:
Felix Burda Stiftung