Testen Sie hier Ihr persönliches Darmkrebsrisiko!

Darmkrebs kann von einer Generation zur nächsten vererbt werden. (Foto: Fotolia / AndreB)
Darmkrebs kann von einer Generation zur nächsten vererbt werden. (Foto: Fotolia / AndreB)

Direkte Verwandte (Eltern, Geschwister und Kinder) von Darmkrebspatienten haben ein zum Teil stark erhöhtes Darmkrebsrisiko.

Sie sollten unter Umständen deutlich früher mit der Darmkrebsvorsorge (Darmspiegelung) beginnen. Bei bis zu 20 % der Darmkrebspatienten stellt man in der Familie eine Häufung der Erkrankung fest. Bei weiteren 5-10 % der Fälle handelt es sich um heute bereits bekannte erbliche Formen von Dickdarmkrebs, wie beispielsweise den erblichen Dickdarmkrebs ohne Polyposis (HNPCC) oder die Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP). Mit den folgenden Fragen können Sie selbst herausfinden, ob in Ihrer Familie ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung vorliegt.

1.    Ist bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) eine Darmkrebserkrankung aufgetreten?

2.    Ist bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) ein Darmpolyp (Adenom) vor dem  50. Lebensjahr aufgetreten?

3.    Ist in Ihrer Familie bei mindestens drei erstgradigen Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) eine der folgenden Krebserkrankungen vor dem 50.Lebensjahr aufgetreten: Darm-, Gebärmutter- oder Magenkrebs?

Wenn Sie Frage 1 mit Ja beantwortet haben und mit dem an Darmkrebs erkrankten Familienmitglied direkt verwandt sind, dann bedeutet dies für Sie selbst, dass Sie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Sie sollten dann 10 Jahre vor dem Alter, an dem das mit Ihnen verwandte Familienmitglied erkrankte, eine Darmspiegelung durchführen lassen, spätestens jedoch mit 50 Jahren.

Wenn Sie Frage 2 mit Ja beantwortet haben und mit dem an einem Darmpolypen erkrankten Familienmitglied direkt verwandt sind, dann bedeutet dies für Sie selbst, dass Sie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Sie sollten dann 10 Jahre vor dem Alter, in dem bei dem mit Ihnen verwandten Familienmitglied ein Darmpolyp auftrat, eine Darmspiegelung durchführen lassen, spätestens jedoch mit 50 Jahren.

Wenn Sie Frage 3 mit Ja beantwortet haben, liegt in ihrer Familie wahrscheinlich eine erbliche Form von Darmkrebs vor. Wenn Sie mit den an Krebs erkrankten Personen direkt verwandt sind, haben Sie  ein stark erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung. Sie sollten sich dann unbedingt von einem Facharzt über geeignete Vorsorgemaßnahmen beraten lassen. Familien mit erblichem Darmkrebs wird empfohlen, dass alle Mitglieder, die direkt mit den an Krebs Erkrankten verwandt sind, schon deutlich früher eine Darmspiegelung durchführen und sie in regelmäßigen Abständen wiederholen lassen.

Fragen Sie Ihren Arzt!

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